Wetterradarstation Valluga:Zukünftig bessere Netzgenauigkeit und genauere Vorhersage möglich
Der Zusatzvertrag wurde am 29. Jänner 2010 vom Bund und den Bundesländern Tirol und Vorarlberg unterzeichnet. Die Wetterradstation Valluga, die seit Oktober 2007 in Betrieb ist und die Bundesländer Tirol und Vorarlberg erfasst, ist das erste Wetterradarmodell in Europa, das derart qualitativ hochwertige Messungen vornehmen kann.
Vorarlberg wurde bis jetzt nur lückenhaft von Wetterradarstationen der Schweiz, Deutschland und vom Patscherkofel in Innsbruck aus erfasst. Das südliche Vorarlberg war damit nicht einzusehen. Mit dem Zusatzvertrag, der von Forst-Sektionschef Gerhard Mannsberger in Vertretung für Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich und dem Vorstandsdirektor der Austro-Control Heinz Sommerbauer im Beisein der zuständigen Landespolitiker von Tirol und Vorarlberg Anton Steixner und Erich Schwärzler unterzeichnet wurde, wird die Netzgenauigkeit erheblich verbessert. Dadurch wird auch eine Verbesserung der Analysedaten sowie eine bessere kurzfristige Katastrophenvorhersage erreicht.Die Radaranlage auf der Valluga liefert zusammen mit den Erkenntnissen aus der Satellitenbeobachtung, den Bodenmessstationen und mit den internationalen Radaranlagen eine Fülle von Daten. Die Prognosen werden dadurch genauer und richtige Maßnahmen für die Vorsorge können rechtzeitig eingeleitet werden.
„Die Besonderheit dieses Wetterradars ist, dass es möglich ist, die verschiedenen Niederschlagsarten zu unterscheiden, d.h. man kann vorhersagen, ob und in welchem Ausmaß es zum Beispiel schneien wird. Daher bieten die Daten eine wichtige Basis für den Lawinenwarndienst, was in diesen Tourismusgebieten von großer Bedeutung ist“, so Berlakovich über die Wetterradarstation. „Mit dem Wetterradar werden die Unwetterwarnung und die Verbauungsgrundlagen für die Sicherungsmaßnahmen entscheidend verbessert und so ein wesentlicher Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung geleistet.“
Die Daten werden von der Zentralanstalt für Meterologie und Geodynamik (ZAMG) in Innsbruck meteorologisch aufgearbeitet und den Landeswarnzentralen Vorarlberg und Tirol über eine Webplattform http://wetterradar.lwz-vorarlberg.at zur Verfügung gestellt.
29.01.2010, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit




