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Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft 2009
Foto: BMLFUW/Kern

Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft vergeben

Der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft wurde dieses Jahr bereits zum 15. Mal verliehen. Auch heuer wurden wieder besonders innovative Projekte der Waldwirtschaft ausgezeichnet.

Alle prämierten Projekte zeigen, dass sowohl der Wald als auch die Region und letztlich der Klimaschutz von einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung profitieren. "Die Staatspreisträgerinnen und Staatspreisträger repräsentieren zwar nur einen Bruchteil der österreichischen Waldbewirtschafter, sie zeigen
aber stellvertretend für alle die Innovationskraft und die Vielseitigkeit der österreichischen Waldbauern", so Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich.

Hans Lennkh aus Oberösterreich zeichnet sich etwa durch seine Bemühungen um die Schutzwaldbestände, die rund die Hälfte seines Betriebes umfassen, aus. Auch Helmut Wachernig aus Kärnten engagiert sich in der Waldwirtschaft, so naturnahe wie möglich zu wirtschaften: Bei der Nutzung wird in erster Linie auf die Entnahme von Bäumen mit schlechterer Qualität und auf die Freistellung der Naturverjüngung
Wert gelegt.

Christine und Engelbert Egger aus Niederösterreich haben sich auf die Bereitstellung von Sägerundholz spezialisiert und sind damit sehr erfolgreich. Ums Sägerundholz dreht sich auch alles bei Karl Kofler
aus Tirol. Regina und Josef Hehenfelder bemühen sich um eine besonders konsequente, naturnahe Bewirtschaftung ihres Betriebes. Johann Perner aus Salzburg hat weiters früh begonnen, bestandsverbessernde Maßnahmen durch Dickungspflege und Erstdurchforstungen zu setzen.
Die Urbarialgemeinde Rechnitz-Deutschmarkt im Burgenland zeichnet sich durch eine sehr ökologisch orientierte und wirtschaftlich erfolgreiche Waldwirtschaft aus.
 
Beispielhaft ist auch die Zusammenarbeit der Agrargemeinschaft Einötzen aus Einach in der Steiermark sowie die der Agrargemeinschaft Thüringberg in Vorarlberg. Der heurige Kooperationspreis für erfolgreiche forstliche Gemeinschaften geht an zwei Preisträger. Aus Salzburg kommt Hansjörg Kirchner, der gemeinsam mit dem Waldverband Salzburg, den Österreichischen Bundesforsten sowie der Einforstungsgenossenschaft
Pinzgau eine besondere Form von Kooperation betreibt. Eine Erfolgsgeschichte an sich ist auch der Waldverband Steiermark GmbH, der sich im Laufe der Jahre von kleineren regionalen Gemeinschaften
zu einer heute großen und äußerst schlagkräftigen Einheit entwickelt hat.
 
Seit 1994 vergibt das Lebensministerium den "Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft" an hervorragend wirtschaftenden österreichischen Waldbauern. Ziel dieser Aktion ist es, die vielfältigen Möglichkeiten, aus dem Wald naturverträglichen wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, aufzuzeigen. Das Selbstverständnis
der Waldbauern soll dadurch gestärkt und der Stellenwert der bäuerlichen Waldwirtschaft erhöht werden. Staatspreiswürdig sind besondere Leistungen in den Bereichen Waldbau und Waldnutzung, Vermarktung von Holz und anderen Produkten sowie Anbieten und Erweiterung von forstlichen Dienstleistungen.
 

11.11.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit